Art Award 2/2006

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o.T., Öl/Molino, 100 x 110 cm, 2006

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o.T., Öl/Molino, 90 x 160 cm, 2006

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o.T., Öl/Molino, 140 x 140 cm, 2006

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DRAGO PERSIC / À MOITIÉ MORT

“Suddenly the words fade into silence. A cloud comes into her eyes and they go blank. She's somewhere else, away from me, someone I don't know."

Reale Irritation

Drago Persic führt uns in eine ausschnitthafte Welt der Stille, Abgehobenheit und Irritation, in eine Welt der Schwarz-Weiß Kontraste, der feinen Grauwerte und sensiblen Zwischentöne.
Präzise, technisch bestechende Malerei und Tonfilm fließen zusammen in ein Gesamt-konzept, das uns den Weg von der Filmrolle über den entwickelten Filmstreifen bis zur Malerei verfolgen lässt.
Der Betrachter erlebt den Protagonisten und seine Umgebung hautnah, dazu braucht er die nötige emotionale Distanz – auch um nicht den Faden zu verlieren. Isolierte Gegenstände, Kleider, Schuhe, Pflanzen sind autonome Portraits ebenso wie die der Protagonisten in Persics Film und Malerei.
Psychoterror und Krimi, verkehrte Abläufe, Verschiebungen von Zeit, Raum und Größe, irreale Bilder des Grausam-Schönen, erscheinen auf der malerischen Bühne.
Persics Malerei in ihrer medial/technisch bestimmten Unterkühltheit und Intellekt-ualität gepaart mit einem Funken von melancholischer Erotik, zeigt Betroffenheit, Unentschlossenheit aber auch die Forderung nach Definition, anderen Möglichkeiten und Ebenen. Wer könnte ich sein? Diese Frage stellt sich in der Ruhe vor dem Sturm. Drago Persic konfrontiert uns mit seiner sehr intensiven und mutigen Form der realistischen Malerei, die auf scheinbar beiläufige Weise Sinnfragen aufwirft und  dabei Extreme und Unvorhergesehenes beinhaltet. Barbara Baum, künstlerische Leiterin Strabag Kunstforum

Drago Persics fein differenzierte, schwarz-weiße Malerei spiegelt geheimnisvoll den alltäglichen Tatort.
Barbara Baum; Strabag Kunstforum, Wien

Mit Drago Persic ist ein junger Maler prämiert worden, der in seine sachliche Wiedergabe der Realität ein „Schaudern“, eine stark unterkühlte Atmosphäre integriert. Neben der disziplinierten Technik, um dem gesehenen Vorbild zu entsprechen, überzeugt Persic auch im sensitiven malerischen Farbauftrag.
Florian Steininger, Kurator des BA-CA Kunstforums, Wien

Jedes dargestellte Ding, jede dargestellte Person, jeder dargestellte Vorgang usw. enthält unzählige Unbestimmtheitsstellen, und obgleich illusionär glauben wir an die Authentizität der Wirklichkeit ohne die Geschichte zu kennen.
Drago Persic

Uncle Charlie to nice Charlie
„You wake up every day and know there‘s nothing in the world to trouble you.
You go through your ordinary little day.
At night, you sleep your ordinary sleep filled with peaceful, stupid dreams.
And I brought you nightmares.
Or did l? Or was it a silly, inexpert, little lie?
You live in a dream. You‘re a sleepwalker, blind.
How do you know what the world is like?
Do you know the world is a foul sty?
Do you know if you ripped the fronts off houses, you‘d find swine?
The world‘s a hell. What does it matter what happens in it?
Wake up, Charlie. Use your wits. Learn something!
You goin‘, Charlie?“
(Raucous Laughter)
Dialogauszug aus Hitchcocks „Shadow of a Doubt“, 1943


DRAGO PERSIC

1981 geboren in Banja Luka, Bosnien
2002 Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien Meisterklasse Muntan/Rosenblum, Elke Krystufek
Lebt und arbeitet in Wien

Ausstellungen (Auswahl)

2005
Meisterschulpreis der Akademie der bildenden Künste, Wien
Bevor Summer; Gruppenausstellung mit Friedrich Klug, Katherina Mair,
Patricia Reinhart
Ausstellungsrundgang 05 Akademie der bildenden Künste, Wien

2004 
Fotografie als Kunst-Kunst als Fotographie-Kunstfotographie, Wien

2002
Elements of Figuration; Projektraum Schleifmühlgasse, Wien

> Galerie EngholmEngelhorn

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